Pjöngjang
Pjöngjang ist die Hauptstadt der kommunistisch regierten Demokratischen Volksrepublik Korea, gemeinhin unter dem Namen Nordkorea bekannt, und befindet sich im Südwesten des Landes. Ihre Einwohnerzahl beträgt etwas über drei Millionen Menschen, rechnet man ihr gesamtes Verwaltungsgebiet hinzu, so erhöht sich die Zahl auf ca. 3.8 Millionen Einwohner. Als Hauptstadt ist sie zugleich auch Zentrum von Kultur, Wirtschaft und Politik, was sich in Bildungseinrichtungen, Theatern und Museen zeigt.
Klimatisch ist Pjöngjang zum einen vom Monsun beeinflusst, was sich in sehr warmen und feuchten Sommermonaten (Juni bis September) niederschlägt, zum anderen von kalten Winden aus Sibirien, so dass winterliche Temperaturen durchaus unter den Gefrierpunkt fallen können.
Geschichte der Stadt
Die Legende besagt, dass Pjöngjang bereits im Jahre 2333 v. Chr. gegründet wurde, doch datieren die ersten schriftlichen Aufzeichnungen erst auf das Jahr 108 v. Chr. zurück. Wichtige Eckdaten der Stadtgeschichte dürften unter anderem ihre Erhebung zur zweiten Hauptstadt des Königreiches Goryeo (daraus entwickelte sich der im Westen übliche Name “Korea”) im Jahre 1135 sein, sowie ihre weitgehende Zerstörung während des Ersten Japanisch-Chinesischen Krieges (1894-1895) sowie während des Koreakrieges (1950-1953).
Im Verlauf der vergangenen 120 Jahre stieg die Einwohnerzahl der nordkoreanischen Hauptstadt beständig an, von ca. 40 000 Personen im Jahre 1890, auf 235 000 anno 1938, bis zu den 3.1 Millionen Einwohnern, die Pjöngjang heute aufweist.
Sehenswürdigkeiten in Pjöngjang
An Sehenswürdigkeiten hat die Hauptstadt Nordkoreas mehrere Museen, Bauwerke und Denkmäler zu bieten, von denen im folgenden einige kurz genannt werden sollen:
Da ist zum einen das sogenannte “Revolutionsmuseum”, das in propagandistischer Manier unter anderem den Kampf gegen die ehemalige Besatzungsmacht Japan oder die Ereignisse, die zur Gründung der Demokratischen Volksrepublik Korea führten, aufzeigt.
Der “Kumsusan-Palast” ist dem 1994 verstorbenen “Großen Führer” Kim Il Sung gewidmet und dürfte für patriotische Nordkoreaner eine der heiligsten Stätten des Landes sein. Ebenfalls an den “ewigen Präsidenten” erinnert der Kim Il Sung-Platz, der sich aufgrund seiner 75 000 Quadratmeter bestens eignet für die so beliebten Massenveranstaltungen.
Etwaige Touristen sollten bedenken, dass es unter der restriktiven kommunistischen Regierung des Landes unmöglich ist, ohne linientreuen Führer das Hotel zu verlassen, auf Sightseeing-Tour zu gehen oder gar mit den Einwohnern des Landes ins Gespräch zu kommen.